Die neuen Regeln gelten für Auszubildende, die ihre Ausbildung nach dem 31. Dezember 2012 beenden. Die Lehrlingsvereinbarung läuft vom 1. Juni 2012 bis zum 31. Dezember 2014. Tarifverhandlungen mit privaten Anbietern und Wohltätigkeitsorganisationen sind ein Konfliktfeld zwischen ver.di und DHV/medsonet, da sich in den letzten Jahren mehrere Arbeitgeberverbände und Arbeitgeber für den Abschluss von Vereinbarungen an kleine Medsonet wandten (siehe unten). Ver.di wirft den CGB-Partnern Lohn- und Standarddumping vor. DHV/medsonet kritisieren verdi für gewerkschaftsliches Bashing. Aufgrund von Outsourcing-Strategien und Opt-out-Regeln nimmt die Zahl der Betriebsvereinbarungen für eine Vielzahl von Betrieben ab.

In einigen Fällen verhandeln Tochtergesellschaften mit einer anderen Gewerkschaft als der, mit der die Muttergesellschaft verhandelt hat. Es ist bezeichnend, dass die Betriebsräte mehr Mitbestimmungsrechte erhalten haben und Verhandlungen zur Regelung des Einsatzes von Leiharbeitnehmern durch einen Betriebsvertrag fordern können. Die Themen für eine solche Vereinbarung können vom Zweck und dem Einsatzgebiet, dem Umfang der Leiharbeit bis hin zur unbefristeten Beschäftigung dieser Arbeitnehmer reichen. Die jüngste Vereinbarung von IG Metall und VGZ führte zu einer Lohnanpassung der Leiharbeitnehmer in der Metallindustrie. Um die Lohnunterschiede zwischen Festangestellten und Leiharbeitnehmern so gering wie möglich zu halten, werden Leiharbeitnehmer zuzuschlägen. Diese Zuschläge steigen mit der Dauer des Aufenthalts der Arbeitnehmer in den Betrieben. In den meisten Fällen beschränken sich Die Vereinbarungen mit einem Arbeitgeber auf Lohnfragen und Arbeitszeiten. Unternehmensvereinbarungen, die einen breiteren Anwendungsbereich von Bestimmungen regeln, nehmen häufig TVöD-Pflege/Tdl-Pflege als Referenz an. Der von Helios Kliniken und ver.di 2007 geschlossene Betriebsvertrag kann als eher außergewöhnlicher Fall angesehen werden. Darüber hinaus enthält es eine Vereinbarung über die Ausbildung, die speziell auf die berufliche Entwicklung und die Lohnerhöhung des Pflegepersonals abzielt. Außerdem wird in einer Rahmenvereinbarung Einstellungsprobleme behoben, indem sie einen befristeten Zuschlag von 100 Euro für weibliche Rückkehrerinnen für Kinderbetreuungsdienste vorsieht.

Der Bereitschaftsdienst wird laut TvöD abgerechnet; Arbeitnehmer, die Nachtschichten und rotierende Schichten durchführen, haben jedoch Anspruch auf zusätzliche Urlaubstage. Der Verband der evangelischen Kirchlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Gewerkschaft für Kirche und Diakonie, VKM), die Tarifverträge mit der Wohltätigkeitsorganisation Diakonie abschließt. Erstmals hat die TVöD-Pflege 2010 eine Vorruhestandsregelung für Pflegekräfte erreicht. Sie ist auf 2,5 % des Personals einer Einrichtung beschränkt. In der Vereinbarung von 2010 wird auch das weitverbreitete Problem der Entlassung nach der beruflichen Erstausbildung thematiert.